Was bedeutet Temu-Einfuhrsteuer?
Die Temu-Einfuhrsteuer ist ein Thema, das viele Käufer in Deutschland beschäftigt. Seit der wachsenden Beliebtheit der Online-Plattform Temu, auf der zahlreiche Produkte direkt aus China und anderen Ländern verkauft werden, stellen sich viele die Frage: Muss man auf diese Bestellungen Steuern zahlen?
Grundsätzlich gilt: Wenn Waren aus Nicht-EU-Ländern nach Deutschland importiert werden, fällt in der Regel eine Einfuhrumsatzsteuer an. Diese Steuer wird ähnlich wie die Mehrwertsteuer berechnet und beträgt in Deutschland meistens 19 %, bei bestimmten Waren 7 %. Sie wird vom Zoll erhoben, sobald das Paket das Land betritt.
Temu selbst bemüht sich, diesen Prozess für die Nutzer zu vereinfachen. Doch es ist wichtig zu verstehen, wann und warum die Temu-Einfuhrsteuer anfällt und wie man sie richtig einschätzen kann.

Was bedeutet Temu-Einfuhrsteuer?
Warum ist die Temu-Einfuhrsteuer so wichtig?
Für Käufer ist die Temu-Einfuhrsteuer deshalb relevant, weil sie direkten Einfluss auf den Endpreis der bestellten Ware hat. Viele Kunden wundern sich, warum ihr Paket beim Zoll hängen bleibt oder warum zusätzliche Kosten entstehen.
Die deutsche Zollbehörde überprüft Sendungen aus Nicht-EU-Ländern sorgfältig. Dabei wird geprüft, ob die Ware korrekt deklariert ist und ob der Wert der Sendung unterhalb oder oberhalb bestimmter Freigrenzen liegt. Liegt der Wert über 150 Euro, können zusätzlich Zollgebühren anfallen.
Da Temu eine Plattform ist, die internationale Händler bündelt, werden viele Produkte direkt aus China verschickt. Dadurch kann die Temu-Einfuhrsteuer in Einzelfällen anfallen – auch wenn Temu in der Regel angibt, dass alle Steuern im Preis enthalten sind.
Wie funktioniert die Berechnung der Temu-Einfuhrsteuer?
Die Berechnung der Temu-Einfuhrsteuer hängt vom Wert der bestellten Waren und der Art des Produkts ab. Im Allgemeinen wird sie auf Basis des Gesamtwertes inklusive Versandkosten berechnet.
Beispielhafte Berechnung
Wenn Sie ein Produkt auf Temu für 50 Euro inklusive Versand bestellen, wird bei der Einfuhr nach Deutschland eine Einfuhrumsatzsteuer von 19 % berechnet. Das ergibt zusätzliche 9,50 Euro.
Bei einem Produkt im Wert von 10 Euro liegt die Steuer bei 1,90 Euro – in vielen Fällen wird sie allerdings bereits beim Kauf eingerechnet, sodass keine weiteren Gebühren entstehen.
Automatische Steuerabwicklung durch Temu
Temu gibt an, dass in den meisten Fällen die Steuern bereits beim Kauf berechnet und abgeführt werden. Das bedeutet, dass der Käufer keine weiteren Zahlungen leisten muss, wenn das Paket ankommt. Dennoch kann es Ausnahmen geben, besonders bei Bestellungen über Drittanbieter. In solchen Fällen kann die Temu-Einfuhrsteuer zusätzlich vom Zoll eingefordert werden.

Wie funktioniert die Berechnung der Temu-Einfuhrsteuer?
Unterschiede zwischen Einfuhrsteuer und Zollgebühr
Viele Nutzer verwechseln die Temu-Einfuhrsteuer mit Zollgebühren. Während die Einfuhrumsatzsteuer grundsätzlich auf jede Lieferung aus einem Nicht-EU-Land erhoben wird, fällt Zoll nur bei bestimmten Warengruppen oder ab einem bestimmten Warenwert an.
Die Einfuhrumsatzsteuer ist sozusagen die „Mehrwertsteuer für importierte Waren“. Zollgebühren hingegen hängen von der Produktkategorie ab – beispielsweise bei Kleidung, Elektronik oder Schmuck.
Wenn Temu also in der Bestellung angibt, dass „alle Steuern im Preis enthalten“ sind, bezieht sich das meist auf die Einfuhrsteuer, nicht unbedingt auf eventuelle Zollkosten. Käufer sollten daher aufmerksam prüfen, ob der Händler auf Temu tatsächlich die Steuer übernimmt oder nicht.
Was passiert, wenn die Temu-Einfuhrsteuer nicht bezahlt wurde?
In einigen Fällen kann es vorkommen, dass die Temu-Einfuhrsteuer bei der Bestellung nicht ordnungsgemäß abgeführt wurde. Das erkennt der Zoll beim Eintreffen des Pakets.
In einem solchen Fall erhält der Empfänger eine Benachrichtigung, dass das Paket beim Zollamt liegt. Der Käufer muss dann die entsprechende Steuer nachzahlen, bevor das Paket ausgehändigt wird. Dieser Prozess kann die Lieferzeit verlängern und zusätzliche Kosten verursachen.
Um das zu vermeiden, ist es ratsam, nur bei verifizierten Verkäufern auf Temu zu bestellen und darauf zu achten, dass die Steuer bereits beim Kauf berücksichtigt wurde.
Tipps, um die Temu-Einfuhrsteuer richtig zu handhaben
Vor dem Kauf den Steuerstatus prüfen
Temu zeigt bei vielen Produkten einen Hinweis an, ob Steuern im Preis enthalten sind. Wenn dieser Hinweis fehlt, sollte man vorsichtig sein und die Kosten im Voraus einkalkulieren.
Rechnungen aufbewahren
Bei Problemen mit dem Zoll kann eine klare Rechnung helfen, den Wert der Ware nachzuweisen. So lässt sich vermeiden, dass der Zoll den Wert zu hoch schätzt und die Temu-Einfuhrsteuer entsprechend steigt.
Bestellungen unter 150 Euro halten
Liegt der Warenwert unter 150 Euro, fallen keine Zollgebühren an, sondern lediglich die Einfuhrumsatzsteuer. Viele Käufer teilen ihre Bestellungen daher in kleinere Lieferungen auf, um zusätzliche Kosten zu vermeiden.

Tipps, um die Temu-Einfuhrsteuer richtig zu handhaben
Wie Temu die Einfuhrsteuer transparent macht
Temu hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, um den Prozess der Temu-Einfuhrsteuer transparenter zu gestalten. Im Checkout-Bereich wird häufig angezeigt, dass „alle Steuern inklusive“ sind. Damit übernimmt Temu die Verantwortung, die Steuer direkt an die zuständigen Behörden abzuführen.
Zudem arbeitet Temu mit Logistikpartnern zusammen, die bereits über Erfahrung im europäischen Markt verfügen. Dadurch werden die Abläufe bei der Zollabwicklung effizienter und kundenfreundlicher. Die Plattform weist auch in ihren Richtlinien darauf hin, dass Kunden in der Regel keine zusätzlichen Steuern mehr zahlen müssen, solange sie sich an die offiziellen Verkaufsbedingungen halten.
Die Zukunft der Temu-Einfuhrsteuer in Europa
Mit dem zunehmenden Onlinehandel aus Asien werden die Zoll- und Steuerregeln innerhalb der EU kontinuierlich angepasst. Ziel ist es, faire Wettbewerbsbedingungen zwischen europäischen und außereuropäischen Händlern zu schaffen.
In Zukunft könnte die Temu-Einfuhrsteuer also noch stärker automatisiert und direkt im Kaufprozess integriert werden. Dies würde den Verbrauchern mehr Sicherheit bieten und den Ablauf beim Online-Shopping vereinfachen.
Für Käufer in Deutschland bedeutet das: Weniger Unsicherheit, schnellere Lieferungen und klarere Preisangaben. Dennoch bleibt es wichtig, die Grundlagen der Einfuhrsteuer zu verstehen, um keine bösen Überraschungen zu erleben.
Die Temu-Einfuhrsteuer ist ein wichtiger Aspekt beim Einkauf auf der beliebten Plattform Temu. Sie betrifft jeden, der Waren aus Nicht-EU-Ländern bestellt – auch wenn viele dieser Prozesse mittlerweile automatisiert sind.
Wer die Mechanismen der Einfuhrsteuer kennt, kann unnötige Kosten vermeiden und sicherstellen, dass seine Bestellungen problemlos ankommen. Temu arbeitet stetig daran, die Steuerabwicklung transparenter und einfacher zu gestalten, sodass Einkaufen internationaler Produkte bequemer denn je wird.
Kurz gesagt: Die Temu-Einfuhrsteuer ist kein Hindernis, sondern ein normaler Teil des grenzüberschreitenden Onlinehandels – und wer sie versteht, profitiert langfristig von klaren Preisen und einem reibungslosen Einkaufserlebnis.